Wärme für Kinder e.V.

Unsere Projekte

Die Initiative „Wärme für Kinder“ hat sich darauf spezialisiert, in Kinderheimen oder ähnlichen Einrichtungen (vorzugsweise in Osteuropa, aber auch Deutschland) bei Erfordernis kostenlos einen Kachelofen und/oder eine vom Kachelofen versorgte Heizungsanlage zu installieren. Die Einrichtungen werden somit auf Grundlage nachwachsender Rohstoffe ökologisch und ökonomisch sinnvoll beheizt. Dies macht sie unabhängig von teuren Energieträgern, die sich die Einrichtungen nicht leisten können. Insofern ist diese Aktion im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe als nachhaltiges Engagement zu sehen. Mit ihren Projekten verbinden die Ofenbauer vom Roten Hahn dringend benötigte Hilfe mit hochwertiger Ingenieurstechnik, ökologischem Denken und Handeln und vor allem mit viel Engagement aller Beteiligten.
 
Enormer zeitlicher und monetärer Aufwand für die Handwerker:
Die Vorbereitung und Durchführung der Projekte stellt einen enormen zeitlichen und monetären Aufwand für die Handwerker dar. Es ist daher von äußerster Wichtigkeit, auf alle Eventualitäten vor Ort vorbereitet zu sein. „Lieber zu viel Material mitnehmen als dann vor Ort nicht mehr weitermachen können“ lautet hier die Devise, so Ofenbauermeister Frank Gehring, der selbst einige Projekte organisiert und durchgeführt hat. "Auf Grund der Komplexität und Individualität der Projekte ist im Vorfeld immer eine Besichtigung vor Ort erforderlich, um sich ein genaues Bild von der Lage zu machen."
Während der zeitliche Aufwand von den Handwerkern kostenlos eingebracht wird, sind sie beim Material auf die Spenden der Bürger angewiesen.

Nachfolgend erhalten Sie eine Übersicht der durchgeführten Projekte:
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Christophorus Kinderheim in Kandern

2018 - Wärme für die Christophorus-Gemeinschaft

Aktuell planen Roter Hahn - Ofenbauer aus dem Breisgau den Einbau eines Kachelofens im Christophorus Kinderheim in Kandern. 
Die Christophorus-Gemeinschaft wurde im Juni 1968 gegründet als Rechtsträger des Christophorus-Hauses, einer kleinen Heimsonderschule für seelenpflegebedürftige Kinder und Jugendliche. Albert Wallat , damals Lehrer an der Müllheimer Sonderschule, und seine Frau, die Webmeisterin Elisabeth Wallat wussten von einem 8jährigen Jungen in der Verwandtschaft, für den sich aufgrund seiner schweren Behinderung trotz intensiver Suche kein Platz in einer der damaligen Heimsonderschulen fand. „Dann machen wir es eben selbst!“ sagten die Wallats, nahmen ihn und  nach und nach noch weitere Kinder auf und betreuten sie gemeinsam mit den eigenen Kindern in ihrem Haus in der Niederweiler Lettengasse. Bald darauf erwarb die Christophorus-Gemeinschaft die Liegenschaft Lindenstrasse 39. In dem Wohnhaus wurde ein Schulzimmer eingerichtet, unter dem Dach schliefen die ‚Buben‘, im Garten errichtete man ein Gebäude, das im Untergeschoss eine Großküche und im Erdgeschoss einen großen Saal enthielt. Dort spielte sich ab sofort das Leben der kleinen Schulgemeinschaft ab.
Nach zähem Ringen mit den Behörden, und unzähligen Hindernissen konnten am 01. Januar 1986 die ersten Bewohner und Bewohnerinnen in die neue Werksiedlung St. Christoph einziehen. Rund um den alten Glashüttenhof, der nun den Namen ‚Christophorushof‘ trug, errichtete die Christophorus-Gemeinschaft mit Hilfe des Landes Baden-Württemberg drei Wohnhäuser und ein Saalgebäude. Es entstanden 6 Wohngruppen und 7 Werkstätten, in denen bis heute traditionelle Handwerke gepflegt werden. Zusammen Arbeiten und Wohnen

Das Projekt

Im Aufenthaltsraum eines Nebengebäudes wird nun ein Kachelofen errichtet, um das Gebäude ganzjährig nutzen zu können. Der Entwurf steht und bald geht es los. Im Herbst 2018 sollen der Ofen voll nutzbar sein und die Bewohner des Christphorus-Heimes können dann auch im Winter ihren Tätigkeiten nachgehen.
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Rumänien - Kinderheim in OCna SugataG

2013 - Wärme für Ocna SugataG

Das Kinderheim Ocna Sugatag liegt im Kreis Maramures in Rumänien. Die nächste größere Stadt ist Baia Mare.
 
Folgende Massnahmen haben die Handwerker in der Zeit von 10 Tagen durchgeführt:
Aufbau eines Kachelofens mit Schornstein sowie die dazu passende neue Heizungsanlage mit Pufferspeicher, Heizkörpern und der gesamten Verrohrung. Das Dach und den Dachboden wurden komplett isoliert, 24 neue Fenster und eine neue Haustüre eingebaut und zu guter Letzt ein WC und ein Duschraum neu installiert und gefliest.
 
teilnehmende/durchführende Handwerksbetriebe:
Die 4 Kachelofenbau-Meisterbetriebe von Frank Gehring (Oberwinden),  Alois Friesenegger und Rainer Ebi (beide Markgräfler Ofenbau Buggingen), Sebastian Blum (Meißenheim) und Rudolf Wöhrlin (Denzlingen), gemeinsam mit Volker Dobslaw (Gebäudetechnik), Michael Ortlieb, Jürgen Lang (Heizungsingenieur) und Axel Gelhaus (Heizungsbau).
 
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Rumänien und Ukraine - Kinderheime

2010 - Wärme für Rumänien und die Ukraine

Dass die Ofenbauer der Firma Quetlich GmbH wunderschöne und individuelle Öfen bauen können stellen Sie täglich unter Beweis. Und viele zufriedene Kunden bestätigen ihnen dies immer wieder aufs Neue.

So schien es auch für die Männer kein Problem darzustellen, 25 Kaminöfen in Rumänien und der Ukraine aufzustellen und anzuschließen. War es auch nicht. Denn mit teilweise bis an die Grenzen der Belastbarkeit gehendem Einsatz kann man alles lösen. Was eher ein Problem darstellte, war der Papierkram, der im Vorhinein zu erledigen war.

„Ziemlich blauäugig und unwissend machten wir uns an das Beschaffen von Informationen, welche Papiere von wem für was benötigt werden“ erzählt Oliver Quetlich, Geschäftsführer der Quetlich GmbH, und natürlich mit dabei in Rumänien und der Ukraine. „Die Firma Spartherm in Melle, wie wir Mitglied in der Markengemeinschaft Roter Hahn eG, hat die 25 Kaminöfen kostenlos zur Verfügung gestellt. Das bedeutete, dass wir eine Schenkungsurkunde benötigten, und zwar in russischer Sprache,“ berichtet Oliver Quetlich weiter. Dazu musste die Einfuhr noch in Kiew genehmigt werden.

Nachdem dann endlich diese Papiere da waren, kam die nächste Herausforderung: Die Handwerker fahren mit zwei Sprintern in die Ukraine. Um eine reibungslose Überfahrt zu gewährleisten, musste für beide Autos eine Vollmacht geschrieben werden, damit die Ofenbauer das Firmenfahrzeug führen dürfen. Diese Vollmacht musste notariell beglaubigt werden und die Beglaubigung des Notars musste durch eine Apostille durch das Landesgericht Koblenz bestätigt werden. Dazu wurden übersetzte Materialisten, Reispässe usw., usw. benötigt.

Aufgeteilt in zwei Teams wurden in Orten wie Jasinja, Vinogradiv, Solotvino, Vishkovo, Velikij Bychiv, Kobiletska Poljana oder Kontsovo die 25 Kaminöfen aufgestellt, angeschlossen und probegefeuert. Am Donnerstag, den 2. September 2010 standen dann alle 25 Kaminöfen. „Wir waren und sind von der Herzlichkeit der Menschen dort stark beeindruckt,“ erzählt Oliver Quetlich. „Auch die Hilfsbereitschaft ist enorm. Und wir haben viel geschafft und viel gelacht,“ so Oliver Queltich. Am meisten aber werden sich die Kinder und ihre Betreuer über die Öfen freuen. Denn die Winter sind dort teilweise sehr hart. „Somit bringt unsere Aktion auch Wärme in die Herzen der Kinder,“ meint abschließend Oliver Quetlich. 

Diese Menschen und Unternehmen haben dieses Projekt im Rahmen der Aktion „Wärme für Kinder“ erst möglich gemacht:
Spartherm Feuerungstechnik GmbH -25 Kaminöfen; Hagos eG - Transport; Fa. Möck – Ofenrohre; Roter Hahn eG – Projektbetreuung „Wärme für Kinder“; Gerhard Heger – Caritas Passau; Edgar Görbe - Caritas Satu Mare; Ilona Hegedüs - Caritas Oradea; Kinga Nobilis - Caritas Mukachevo

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Litauen - Kinderheim in Daugelishkis

2007 - Wärme für Litauen

Im Jahr 2005 wurde im Kinderheim ein Kachelofen mit Heizungsanlage installiert. Jetzt findet das Projekt seine Fortsetzung.
Auszug aus dem Tagebuch:
Das Kinderheim soll in Stufe zwei ordentliche sanitäre Anlagen bekommen und zur optimalen Energienutzung sollen Isolationsarbeiten am Dachboden vorgenommen werden. Die unabhängige Erzeugung von Wärmeenergie ist uns ebenfalls ein wichtiges Anliegen, hierzu sollen Sonnenkollektoren an der Außenwand angebracht werden. Die Kosteneinsparung kommt dann wiederum den Kindern auf direktem Wege zugute. Um eine solches Vorhaben ordentlich planen und vorbereiten zu können bedarf es viele Gespräche. 18 Treffen mit allen Beteiligten an verschiedenen Treffpunkten, ein Vorortbesuch von Frank in Litauen und viele Mails/Telefonate/Kontakte zum CCF Litauen, zur Deutschen Botschaft und zum Kinderheim, ist der Organisationsaufwand. Nur durch den unermüdlichen Einsatz aller können wir uns heute auf die Fahrt nach Litauen freuen. Um die Phase 2 durchführen zu können, war die Hilfe neuer Partner notwendig. Somit sieht die diesjährige Truppe etwas anders aus, aber die Vorbereitung hat gezeigt, dass die Freude und das Engagement für Projekt WFK unverändert hoch ist. Diesmal dabei sind:
  • Sebastian Blum - Blum Ofenbau
  • Moritz und Volker Dobslaw - Zimmereibetrieb + Elektro
  • Rainer Ebi - Markgräfler Ofenbau
  • Frank Gehring - Gehring Ofenbau
  • Peter Hanselmann und Andreas Kößler - Lang Heizungsbau
  • Hubert Mößner - Agentur amPuls
  • Michael Ortlieb - Energie u. Gebäudetechnik
  • Gerhard Philipp und Ingo Rümmele ­ Philipp Ofenbau
  • Rudaolf Wöhrlin und Andreas Singler - Wöhrlin Kachelofenbau
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Lettland - Sonderschule in Aizpute

2006 - Wärme für Aizpute

In der Sonderschule Laza lernen und wohnen 60-90 geistig behinderte Kinder. Die Schule führt ein Sonderausbildungsprogramm durch, dessen Schwerpunkt die soziale Adaption der Schüler ist. Unterrichtet werden Kinder von Klasse 1-9, danach wird ein Berufsausbildungsprogramm angeboten. Hier besteht die Möglichkeit, sich als Wirtschafts- oder Bauarbeiter oder Haushaltsdienstleister ausbilden zu lassen. 
 
Die Schule befindet sich in einem alten Baron-Gutshaus inmitten eines Parks. Die Gesamtwohnfläche beträgt 1.300 m². 
 
Die Kachelofen-Heizungsanlage wurde vom 23. - 30.08.2006 von den Kachelofenbaumeistern Hendrik Schütze, Frank Dressel, Steffen Marko, Dieter Ritscher, Harald Herrmann, Christian Scholze und Gerald Klemm sowie dem Heizungsbaumeister Bernd Ritscher und David Dressel installiert. Alle stammen aus dem Großraum Dresden. Unterstützt wurden die Handwerker von Maria Scholze und Katrin Graf. Auf dem Bild ist das Schulgebäude zu sehen.

Kachelbemalung

Im Juni und Juli wurde in der Region rund um Dreden kräftig die Werbetrommel gerührt. Auf knapp 80.000 EUR Kostenumfang wurde das Projekt veranschlagt. Da ist natürlich jede Spende willkommen. Mehrere Hersteller der Kachelofenbranche und Förderer der Initiative "Wärme für Kinder" erklärten sich zu Materialspenden bereit, einige spendeten Geld. Die Kacheln für beide Öfen wurden ebenso gespendet und die Ofenbauer entschlossen sich, einen Bezug zwischen den Kindern in Deutschland und den Kindern in Lettland herzustellen. Die Kacheln sollten hierzulande von Kindern bemalt, anschließend gebrannt und dann in die Öfen in Aizpute eingebaut werden. Gesagt, getan. Kachelbemalungen fanden zum Stadtfest in Bischofswerda, in der Grundschule Großkmehlen, dem Malzirkel Weinböhla, einer Grundschule in Weißwasser und auf dem Stadtfest in Dresden statt. Die Resonanz war so gewaltig, dass ersatzweise Fliesen herangeschafft werden mussten, um allen Kindern Gelegenheit zum Malen zu geben. Es wird sicher nicht leicht sein, aus der Vielzahl bemalter Kacheln die Schönsten für den Einbau auszuwählen.

Vorort-Besichtigung

Am 10. Mai 2006 flogen Harald Herrmann, Dieter Ritscher und Hendrik Schütze nach Lettland, um sich ein Bild über die Örtlichkeiten und die Möglichkeiten zu machen. Die drei Ofenbaumeister wurden vom Schulleiter, Herrn Linards, herzlich empfangen. Sie staunten nicht schlecht, als sie die 21 riesigen Grundöfen begutachteten, mit denen das Gebäude bisher beheizt wurde. Nach genauer Besichtigung der vorhandenen Öfen, der Klassenräume und Unterkünfte sowie der Schornsteine wurde schnell klar, dass nur ein Teil des Objektes mit neuen Öfen ausgestattet werden kann. Mit Herrn Linards wurde besprochen, welche Öfen besonders schlecht heizen und deshalb ersetzt werden müssten und welche Öfen noch recht gut funktionieren. 
Noch am selben Abend rechneten und beratschlagten unsere Ofenbauer, rechneten wieder und beratschlagten erneut, bis sie letzendlich kurz vor Mitternacht zu folgendem Entschluss kamen: 5 Räume lassen sich mittels zwei Kachelofenanlagen mit angeschlossenen Heizkörpern beheizen. 2 weitere Räume erhalten kleinere Ofenkamine zum Zuheizen an besonders kalten Tagen. Mit diesen Erkenntnissen flogen unsere Ofenbauer nach Deutschland zurück und die "heiße Phase" konnte beginnen. 

Die Fahrt nach Lettland

Wir fuhren zu zehnt (8 Männer und 2 Frauen). Die Anreise erfolgte in drei Gruppen: Christian, Maria, Steffen, Bernd, Frank und David fuhren mit zwei Transportern über Rostock mit der Fähre nach Ventspils und von dort direkt zur Schule (Reisedauer etwa 1,5 Tage). Harald, Gerald und Katrin flogen von Berlin nach Riga und fuhren von dort mit dem PKW weiter zur Schule (Reisedauer ca. 8 Std.). Hendrik fuhr im LKW mit, der das gesamte Material und einen Teil des Werkzeuges geladen hatte. Die Route führte über Polen und Litauen (Reisedauer ca. 3 Tage). Trotz abgefahrener Außenspiegel und schlechter Straßen erreichte der LKW am dritten Tag sein Ziel. Die schnellste Route per Flugzeug erwies sich als tückisch, denn die drei fliegenden Protagonisten konnten wegen Nebels nicht in Riga landen und wurden nach Tallinn weitergeflogen. Letztendlich sind alle wohlbehalten am Ziel angekommen.

der erste Tag

Eddi und Hendrik sind als erste an der Schule angekommen, laden derweil den LKW ab und warten auf die Nachzügler. Trotz der widrigen Strassenverhältnisse ist die Ladung unversehrt. Da die Lehrer fleißig mithelfen, ist das Material bis zum Nachmittag eingeräumt. Etwas mehr Arbeit machen die beiden Ofenkamine: sie sind als Messestücke auf Metallpaletten verschraubt, mit Silikon und Bauschaum verklebt und müssen komplett zerlegt werden. Eddi macht sich gegen 15:30 Uhr auf die Rückfahrt: Gute Fahrt! Katrin, Harald und Gerald treffen 16:30 Uhr in der Schule ein. Schnell umziehen; einiges wird noch geschafft; alte Rauchrohre werden ausgestemmt, Wanddurchbrueche zugemauert und ein grosser Wanddurchbruch für den zweiten Kachelofen hergestellt. Die Kacheln werden ausgelegt. Gegen 21:00 Uhr Abendbrot; anschliessend duschen; Mitternacht werden unsere anderen Mitstreiter mit den Transportern erwartet; gegen 23:00 Uhr ruft Eddi an: er ist mit seinem (leeren) LKW schon wieder in Polen; alles läuft gut.

Der zweite Tag

Aus dem Tagebuch:
00:30 Uhr treffen die beiden Transporter ein; endlich sind wir vollzaehlig; kurze Begruessung und Lagebesprechung, dann gegen 01:00 Uhr Nachtruhe; 07:00 Uhr war das Aufstehen geplant; Katrin hat die Zeit nicht umgestellt, ihr Wecker klingelt schon 05:30 Uhr; die beiden Frauen haben das Fruehstueck bereits vorbereitet, als die Maenner sich noch aus dem Bett quaelen; Fruehstueck im Freien bei fast 20 Grad Celsius; wunderschoen!; ein Problem haben wir mit dem Kaffee; keine funktionierende Kaffeemaschine weit und breit; wir trinken tuerkisch (Kaffeepulver in Tasse und aufbruehen); auch gut; nach dem Fruestueck geht es an die Arbeit; Harald und Christian bauen einen Ofen, Steffen und Hendrik den anderen; Gerald kuemmert sich um die Schornsteinanschluesse; Bernd, Frank und David stuerzen sich auf die Heizung; zu Beginn kurze Besprechung zur Anordnung der Heizkoerper; Linards (Schuldirektor) moechte im Saal nur 2 Heizkoerper, Bernd hat hier 5 Stueck geplant; wir haben also 3 Heizkoerper uebrig und beschliessen, ein weiteres Klassenzimmer und die beiden Zimmer fuer medizinische Behandlung zusaetzlich zu beheizen; Linards freut sich darueber sehr; Maria und Katrin fahren inzwischen mit dem uns zur Verfuegung gestellten Schulbus zum Einkaufen; es gibt alles ausser Kaffeemaschinen; aber die beiden Frauen wissen sich zu helfen: sie kaufen Edelstahlbecher, in deren Boeden Steffen Loecher bohrt; Filtertuete und Kaffee rein, mit heissem Wasser aufgiessen: fertig ist der Filterkaffee!; dann ein Problem: die Thermostatventile fuer die Heizkoerper wurden falsch geliefert und passen nicht; ausserdem fehlen zwei Unterputzdosen fuer die EWM; Linards will sich darum kuemmern und das gewuenschte Material besorgen; zum Mittag gibt es Nudeln mit Tomatensosse; lecker!; unsere beiden Frauen machen das wirklich gut; mittlerweile haengen fast alle Heizkoerper: Frank und David kommen schnell voran; Bernd verrohrt bereits den ersten Kesselkoerper; die Verbindungsleitungen fuer die elektronische Ofensteuerung und die Pumpensteuerung werden installiert (fuer die Profis unter den Lesern: Verbindungsleitungen zwischen HWM, EOS und EWM); jetzt bloss keine Fehler machen, damit auch alles funktioniert; Gerald steht mittlerweile im Keller vor eine kniffligen Aufgabe: er moechte Reinigungstueren einbauen, aber der Schornstein hat 8 (!) Zuege; aus den uns betreffenden Schornsteinzuegen holt er schliesslich 20 Eimer Russ heraus; Maria und Katrin helfen beim raustragen; bis zum Abend sind wir weiter als gedacht; nach dem Abendbrot gegen 19:00 Uhr (wieder draussen bei wunderschoener Abendsonne) geht es weiter bis 22:30 Uhr; endlich Feierabend; Resuemee: 1 Ofen steht mit komplettem Zugsystem, 1 Ofen ist wasserseitg verrohrt inkl. Pumpengruppe und die erste Kachelschicht steht, alle Heizkoerper haengen, mit der Verrohrung und dem Fundament fuer den Pufferspeicher wurde begonnen; Gute Arbeit! Gute Stimmung!; im Partykeller trinken alle noch ein Schlueckchen Wein und lassen den Tag ausklingen, waehrend ich hier Tagebuch schreibe; hat halt jeder seine Aufgabe ;-).

Der dritte Tag

Aus dem Tagebuch:
06:00 Uhr stehen Katrin, Maria und Hendrik auf; da 06:30 Uhr alle anderen noch schlafen, betaetigt Hendrik die Schulklingel zweimal; sofort sind alle wach; punkt 07:00 Uhr ist Fruestueck im Freien; anschliesend geht es an die Arbeit; die Oefen nehmen zunehmend Gestalt an; Bernd verrohrt den zweiten Kesselkoerper, waehrend Frank und David mit der Heizkoerperverrohrung beginnen; Bernd ist etwas unruhig: aufgrund der veraenderten Heizkoerperanordnung werden Rohrmaterial, Verbinder und Boegen knapp; Gerald macht inzwischen das Fundament fuer den Pufferspeicher fertig; Katrin und Maria fahren mit dem Fahrrad (!) ins 4 km entfernte Aizpute zum Einkaufen; eine halbe Stunde spaeter beginnt es zu regnen; pitschnass kommen die Beiden von ihrer Tour zurueck; Katrin hat unterwegs beide Pedale verloren, aber Hauptsache, die Lebensmittel sind da; zu Mittag gibt es Reis mit Gulasch; wie immer haben unsere beiden Damen sehr gut gekocht; es bleibt nichts uebrig; nach dem Essen geht es wieder an die Arbeit; 12:30 Uhr ruft Eddi an: er ist mit seinem LKW wieder zurueck in Halle; die Rueckfahrt lief ohne Komplikationen; mit unserer Arbeit geht es heute insgesamt etwas schleppender voran als am Vortag, aber wir liegen immer noch gut im Plan; am Tagesende ist die Heizkoerperverrohrung zu zwei Dritteln geschafft, Zugsystem und Kachelmaentel der beiden Oefen stehen, beide Oefen sind wasserseitig angeschlossen und abgedrueckt, ein Grossteil der Elektroarbeiten ist fertig, ein alter Ofen wurde repariert (Austausch der Feuertuer); alles in allem wieder ein erfolgreicher Tag; Feierabend ist gegen 20:00 Uhr; Frank liegt schon halb neun im Bett; Steffen folgt ihm bald darauf; die anderen gehen in den Partykeller; zum Tagesauklang gibt es noch ein Schlueckchen Wein; bei Kartenspiel und Wuerfeln vergeht die Zeit wie im Flug; weit nach Mitterbacht sind die letzten erst im Bett.

Der vierte Tag

Aus dem Tagebuch:
Der Vorabend fordert seinen Tribut: bis auf unsere beiden fleissigen Frauen haben alle ihre Muehe, aus dem Bett zu kommen, 07:00 Uhr sind alle wach; kurz darauf gibt es Fruestueck (natuerlich wieder im Freien); die Sonne kaempft sich gerade durch den morgentlichen Nebel; heute wird wieder ein wunderschoener sonniger Tag; Katrin und Maria fahren am Vormittag wie gewohnt zum Einkaufen (diesmal zur Sicherheit wieder mit dem Schul-Transporter); die Verkaeferinnen im Supermarkt kennen mittlerweile die beiden Frauen mit der fremden Sprache, die taeglich ungewoehnlich grosse Mengen an Lebensmitteln wegschleppen; es gibt nahezu alles zu kaufen, nur die Auswahl an frischem Obst und Gemuese sowie an Fleisch ist etwas duerftig; ausserdem wollen sie oft mehr kaufen als Vorraete da sind (z.B. Kartoffeln); fuer unseren Geschmack sind die Backwaren durchweg etwas suess; mit der Arbeit an den Oefen und der Heizung geht es kontinuierlich weiter; zum Mittag ist die Edelstahl-Rauchrohrleitung installiert und der Pufferspeicher steht einschliesslich Isolierung; dann ist Essenszeit; es gibt Soljanka und als Nachspeise Joghurt; wie immer sehr lecker; gegen 14:30 Uhr Havarie!: Harald macht ein Probefeuer im neuen Ofen, waehrend Gerald im Keller die Dunstabzugshaube einschaltet; kurz darauf ist das ganze Gebaeude von stinkenden Rauchgasen durchzogen; dabei haben wir den neuen Ofen an den gleichen Zug angeschlosssen; an dem auch die alten Oefen angeschlossen waren; nach genauer Pruefung stellte sich heraus, dass der (vermutlich nachtraeglich) installierte Kuechenabzug in den gleichen Schornsteinzug eingebunden wurde; es ist uns ein Raetsel, wie das bisher funktioniert haben soll; da ein Umbau der Abzugshaube nicht in Frage kommt, entschliesst sich Harald, das Rauchrohr des Ofens zu aendern und in den benachbarten Schornsteinzug einzubinden (an dem auch der zweite HWM-Ofen haengt); zwei Stunden spaeter ist die Operation gelungen und alles funktioniert wieder; als Belohnung gibt es zum Kaffee frische Hefeplinsen; im Heizungsraum wird es jetzt eng; hier koennen maximal drei Personen arbeiten; Harald, Steffen und Christian entschliessen sich deshalb, etwas frueher Feierabend zu machen und ans Meer baden zu fahren (ca. 30km entfernt); die anderen arbeiten bis ca. 19:30 Uhr weiter; nach einem gesunden Abendbrot mit Tomaten, Gurken, Zwiebeln und Schafskaese geht es zum Duschen; anschliessend sitzen alle gemuetlich am Lagerfeuer im Park; 22:00 Uhr kommen unsere drei Bade-Nixen zurueck und berichten begeistert von ihrem Ausflug; morgen wollen wir alle zusammen am Nachmittag zum Baden fahren; wir freuen uns schon.

Der fünfte Tag

Aus dem Tagebuch:
Der Tag beginnt mit ergiebigem Landregen; also verlegen wir das Fruehstueck in unseren geliebten Partykeller (eigentlich Speiseraum der Lehrer); die Arbeiten schreiten so weit voran, dass wir es uns leisten koennen, 15:00 Uhr Feierabend zu machen (schliesslich ist heute Sonntag); die Heizung ist komplett fertiggestellt, mit Wasser gefuellt und abgedrueckt; beide Oefen sind bis auf wenige Restarbeiten fertig; fuer die beiden Ofenkamine konnte leider kein vernuenftiger Standort gefunden werden; auch Linards (Direktor) sah keine Moeglichkeit; gemeinsam beschliessen wir, beide Oefen in die Garage einzulagern und spaeter anstelle zweier alten Oefen zu installieren (sobald diese nicht mehr funktionieren); insgesamt haben wir noch etwa einen halben Tag bis zum Abschluss aller Arbeiten zu tun; wir koennen es also morgen ruhig angehen lassen; fuer Dienstag planen wir einen Tagesausflug nach Riga; Linards will uns einen Bus mit Fahrer und deutschsprechendem Stadtfuehrer organisieren; zu Mittag gibt es lecker Gulasch mit Kartoffeln und Roter Bete (als Rotkraut-Ersatz); wir essen wieder im Partykeller, da es immer noch regnet; erst nach 20 Minuten merken wir, dass Gerald fehlt; er hatte die Schulklingel ueberhoert (Signal fuer Essenszeit); dafuer bekommt er eine extra grosse Portion; Harald isst wie angekuendigt 14 (!) Kartoffeln; gegen 14:00 Uhr klart es auf und wir koennen im Freien Kaffee trinken; kurz nachdem wir fertig sind, zieht ein Gewitter auf und es beginnt zu schuetten; der Regen hoert erst am Abend wieder auf; 16:00 Uhr holt uns Linards ab und faehrt mit uns zum Meer; 6 Mann sitzen in Linards BMW und 5 Mann fahren mit dem Audi Avant seines Sohnes; dort sitzt jetzt Frank am Steuer; ueber groesstenteils Schotterpisten geht es ins etwa 40km entfernte Jurkalne (ehemals Pilsberg); die bewaldete Steilkueste mit vorgelagertem Sandstrand ist wunderschoen; das Wasser ist sehr kalt, aber die Mehrheit stuerzt sich mutig in die Fluten; anschliessend geht es zum Essen; wir finden ein schoenes Lokal an einem Fluss; in froehlicher Runde sitzen wir bei gutem Bier und gutem Essen; dann geht es noch einmal zum Meer, aber nur Hendrik traut sich jetzt noch ins Wasser; es ist schon 20:30 Uhr, als wir uns zur Rueckfahrt entschliessen; Harald moechte aufgrund der lauten Musik im Audi lieber im BMW mitfahren (da dudelt finnische Volksmusik); dafuer steigen Bernd und Steffen in den Audi um; Steffen hockt sich aus Platzgruenden in den Kofferraum; an der Schule angekommen, beginnt unser Pyromane Harald sofort mit dem Trockenheizen unserer beiden Oefen; einige sind ziemlich muede und gehen gleich ins Bett; die anderen lassen den Abend im Partykeller ausklingen.

Der sechste Tag

Aus dem Tagebuch:
Als Maria und Katrin 07:00 Uhr zum Fruehstueck klingeln, liegen die Maenner noch im Bett; niemand ruehrt sich; nach dem dritten Klingeln um 07:20 Uhr kommt langsam Bewegung in die muede Truppe; halb acht sitzen wir fast vollstaendig am Fruehstueckstisch; die beiden Frauen sowie Christian, Harald und Hendrik beschliessen, Pilze zu suchen; die anderen machen sich an die Restarbeiten fuer die Oefen und die Heizung; die Pilzsuche wird ein grosser Erfolg; nach anfaenglich muehseligem Suchen finden wir eine gute Stelle und haben die mitgenommene grosse Werkzeugkiste gut gefuellt; wir finden vor allem Butterpilze, aber auch Pfifferlinge, Steinpilze und Maronen; ausserdem gibt es jede Menge Weinbergschnecken; Harald und Hendrik sammeln einen Beutel voll und wollen sie zubereiten; anschliessend geht es noch kurz zum Einkaufen nach Aizpute; da die Pilzsucher erst nach dem Mittag wieder an der Schule eintreffen, verschiebt sich das Essen entsprechend, zumal die Pilze noch geputzt, gekocht und angebraten werden muessen; Gerald, Steffen, Bernd, David und Frank waren unterdessen fleissig; die Isolierung der Heizwasserrohre ist zeitaufwendiger als gedacht; Steffen hat inzwischen an einem alten Ofen ein neues Feuergeschraenk eingebaut; nach dem Essen (Pilze mit Kartoffeln und Ei) werden die restlichen Arbeiten besprochen; bis zum Abend ist alles fertig, die Raume sind beraeumt und gesaeubert, Restmaterial und Werkzeug ist in den Transportern verstaut; jetzt wird gemeinsam die elektronische Ofensteuerung programmiert und beide Oefen werden zur Probe beheizt; bald taucht eine Problem auf: die Pumpe foerdert zu wenig Wasser in den Puffer; das Heizwasser im Ofen steigt auf ueber 95 Grad Celsius und die thermische Ablaufsicherung springt an; nach einer Stunde fieberhafter Fehlersuche wird die Ursache gefunden: die Ruecklauf-Temperaturanhebung ist falsch beschriftet und demzufolge falsch herum eingebaut worden; nach wenigen Handgriffen hat unser Heizungsbaumeister Bernd das Bauteil gedreht und alles funktioniert einwandfrei; somit koennen wir beruhigt die offizielle Feuertaufe am Mittwoch durchfuehren; Linards und einige Lehrer sehen uns neugierig zu und freuen sich ueber das Feuer in den Oefen und die viele Technik; zum Abendbrot wird gegrillt; Linards hat uns einen Grill, Holzkohle, Fleisch und Schaschlik vorbeigebracht; der Schaschlik schmeckt unglaublich gut; ausserdem gibt es Pilze und Weinbergschnecken; die Schnecken hat Hendrik ohne richtige Kenntnisse ueber die Zubereitung in heissem Salzwasser gekocht; er selbst isst 3 Stueck; Harald probiert eine Schnecke, spuckt sie aber umgehend wieder aus; alle anderen lehnen dankend ab; nach dem Essen verstreut sich die Gruppe; unsere beiden Frauen kuemmern sich um den Abwasch; Bernd, Frank und David kontrollieren noch einmal die von ihnen installierte Heizungsanlage; Harald laesst seinen Urinstinkten freien Lauf und legt noch paar Scheite auf; Steffen sitzt vor den Oefen und freut sich wie ein Schneekoenig; Gerald und Christian gehen duschen und Hendrik schreibt Tagebuch; spaeter treffen sich alle noch einmal im Partykeller.

Der siebte Tag

Aus dem Tagebuch:
Da alle Arbeiten erledigt sind, steht heute einTagesausflug nach Riga auf dem Programm; 06:00 Uhr ist Wecken; ab 06:30 Uhr gibt es ein provisorisches Fruehstueck in der Kueche; 07:00 Uhr steht der Bus vor der Tuer; Maris (der Sportlehrer) begleitet uns als Dolmetscher und Stadtfuehrer; bis Riga sind es ca. 180 km; inklusive einer Pause sind wir 2,5 Stunden unterwegs; in der Stadt herrscht dichter Verkehr; der Kontrast zwischen Provinz und Grossstadt (zwischen arm und reich) ist deutlich spuerbar; fast die Haelfte der lettischen Bevoelkerung lebt in Riga; Bausubstanz, Kleidung und Fahrzeuge entsptrechen westeuropaeischem Standard; die Stadt hat Flair; Biergaerten, Cafes und Restaurants laden zum Verweilen ein; das Wetter spielt hervorragend mit: Sonnenschein und Temperaturen bei etwas ueber 20 Grad Celsius; den Maennern fallen die vielen huebschen Frauen in freizuegigen Outfits besonders ins Auge; aber auch die Architektur ist durchaus einen Blick wert; nach einer zweistuendigen Stadtfuehrung fahren wir zum Mittag essen in einen liebevoll angelegten Freizeitpark; es gibt Speisen und Getraenke in einer unueberschaubaren Vielfalt; nach dem Menue geht es wieder in die Altstadt zum Shopping; gegen 17:00 Uhr machen wir uns auf den Rueckweg; Maris waehlt eine andere Route ueber Kuldiga und zeigt uns dort den (angeblich) breitesten Wasserfall Europas; im Zentrum von Kuldiga gehen wir Abendbrot essen; im Restaurant treffen wir zwei Bayern, die gerade Urlaub in Lettland machen; erst weit nach 21:00 Uhr treffen wir wieder an der Schule in Aizpute ein; unsere beiden Oefen werden noch einmal befeuert und dann geht es ab ins Bett.

Feuertaufe und Abreise

Aus dem Tagebuch:
Der 30. August ist der Tag der Wahrheit: die große Feuertaufe ist angesetzt; wir haben bereits vorgestern mit dem Heizen begonnen, um sicher zu sein, dass alles funktioniert; heute geht es deshalb vor allem um die Einweisung des Hausmeisters (der die Oefen im Winter feuert) in die Funktion und Bedienung der Anlage; Linards fungiert als Dolmetscher; der Hausmeister ist mit der vielen Technik sichtbar ueberfordert, aber Linards schreibt die wichtigsten Punkte mit und versteht das Funktionsprinzip sehr gut; Hendrik erlaeutert zuerst die allgemeinen Grundsaetze des Heizens, zeigt die Reinigungsoeffnungen und heizt schliesslich den ersten Ofen selbst an; jetzt ist der Hausmeister dran, den zweiten Ofen selbstaendig in Betrieb zu nehmen; er meistert seine Aufgabe gut; nachdem die Oefen brennen, erklaert Bernd die Funktionsweise der Heizung; jetzt wird es sehr technisch; fuer den Hausmeisterwird es wohl zu kompliziert; gut, dass Linard ein gutes Verstaendnis fuer die Technik mitbringt; nach etwa 1,5 Stunden ist die Einweisung beendet; die Oefen heizen gut; die Umwaelzpumpen laufen auf Hochtouren und der Puffer fuellt sich mit warmem Wasser; jetzt machen wir noch ein gemeinsames Gruppenfoto mit den Lehrern; anschliessend bringt Linards ein grosses Geschenk ins Zimmer: es ist ein Oelgemaelde der Schule mit einer Dankesinschrift auf der Rueckseite; der Zeichenlehrer hat es extra fuer uns gemalt; wir sind ueberrascht und fasziniert; das Bild ist wunderschoen; Linards bedankt sich fuer unsere Arbeit und ueberreicht das Bild; Hendrik bedankt sich im Namen aller Beteiligten fuer die Gastfreundschaft und wuenscht den Lehrern und Kindern fuer den Winter jederzeit warme Klassenzimmer; gegen 16:30 Uhr kommt der oertliche Heizungsbaumeister in die Schule; er spricht sehr gut deutsch und erhaelt von Bernd noch einmal eine intensive Einweisung; nach dem Abendbrot spielen die Maenner im Park hinter der Schule Fussball; drei Jungen aus der Nachbarschaft schauen uns neugierig zu; wir laden sie ein mitzuspielen; mit Freude sind sie dabei; das Spiel geht 6:5 fuer die Gluecklicheren gegen die Besseren aus; der Abend klingt mit einem romantischen Lagerfeuer im Park aus; mit gutem Gefuehl koennen wir uns nun auf den Heimweg machen; Maria, Christian, Frank, David, Steffen und Bernd fahren 23:00 Uhr in Richtung Ventspils und von dort mit der Faehre zurueck nach Deutschland; Katrin, Harald, Gerald und Hendrik fliegen am 31.08.2006 vormittags von Riga aus in die Heimat; am Freitag sind fuer die Kinder der Sonderschule Laza die Sommerferien zu Ende und sie kommen in die Schule zurueck; Linards verspricht uns, Fotos mit den Kindern vor unseren Oefen zu machen; diese Bilder will er uns nachschicken 
 
Uns allen werden diese Augusttage noch lange in Erinnerung bleiben und wir bedanken uns bei denen, die mit ihrer Unterstuetzung dazu beigetragen haben, dieses Projekt zu verwirklichen.
 
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Litauen - Familien-Kinderheim im Bezirk Kelme

2006 - Wärme für Litauen

Das Projekt

In dem Familien-Kinderheim werden 10 Sozial-Waisen von einem Pflegeelternpaar großgezogen.

Die Gesamtwohnfläche des Einfamilienhauses beträgt ca. 160 m².

Der Holzofen, der sich im Keller befindet, ist kaputt und muss ersetzt werden.

Im Wohnzimmer im Erdgeschoss befindet sich ein offener Kamin, an dessen Stelle ein Kachelofen stehen kann.

Das Brennholz macht die Familie selbst im Wald.
Das Projekt wurde von den Ofenbauermeistern Karsten Lange aus Freden und Frank Müller aus Radenbeck und ihren Mitarbeitern umgesetzt.
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Litauen - Kinderheim in Daugelishkis 

 

2005 - Wärme für Litauen

Wärme für Kinder in Litauen 2005, fortgesetzt in 2007. Ein Projekt der Kachelofenbau-Meisterbetriebe von Gerhard Philipp (Maulburg), Alois Friesenegger und Rainer Ebi (beide Markgräfler Ofenbau Buggingen), Walter Blum (Meißenheim), Rudolf Wöhrlin (Denzlingen) und Frank Gehring (Winden), unterstützt durch Heizungsbaumeister Peter Hanselmann und Hubert Mößner von der Agentur amPuls. 
 
Die Einrichtung: 
Das Kinderheim in N.Daugelishkis bei Ignalina wird von 27 Kindern und 14 Betreuern bewohnt und liegt im Osten von Litauen. Sieben Monate im Jahr muss das Heim beheizt werden. Momentan wird dies mit Strom gemacht, und einer sehr alten Heizanlage dazu. Die Temperaturen erreichen nie mehr als 15 Grad und warmes Wasser ist Fehlanzeige. Es wird mit separaten Heizgeräten hergestellt. 

Mittwoch, 13.07.2005 - Der erste Tag

Aus dem Tagebuch:
 
02.59 Uhr: Abfahrt in Oberwinden nach Frühespresso bei Frank Gehring zum Treffpunkt nach Meisenheim 
03.43 Uhr: Treffpunkt Meisenheim und Umladung der Werkzeuge und Gepäck vom Kombi "Markgräfler Ofensetzer". Letzte kurz Info von Frank und Übergabe der Reiseunterlagen für jedes Fahrzeug incl. Telefonnummern der Mitfahrer. (Wegbeschreibung, Zollpapiere, Fährkarten) 
03.58 Uhr: Die Fahrt beginnt bei müder morgendlicher guter Stimmung. 
06.05 Uhr: Kurze Kaffeepause im Rasthof Wetterau bei Frankfurt 
08.30 Uhr: Tankstop in Göttingen mit kurzem Frühstück ; Allgemeine humorvolle Stimmung. 
11.36 Uhr: Elbtunnel 
11.50 Uhr: Kleine Rast 
13.20 Uhr: Wir treffen in Kiel am Hafengelände nach ca. 830 Kilometer Wegstrecke. Die Kombis und die Fahrer schnaufen kurz durch Nach kurzer Lagepeilung ist Eincheck und Grenzformalitäten schnell erledigt. Freundliche Grenzschützer empfehlen uns eine Mensa zur Verkürzung der Wartezeit. (Currywurst mit Pommes und Wasser für 3,40 Euro) Der österreichische Charme von Alois an die Damen der Essensausgabe beschert uns extra große Portionen. 
16.30 Uhr: Verladung - Es geht los. Wir werden zur Fähre gebracht. Allgemeines rätseln was uns nach der Überfahrt erwartet. Sind starke Kontrollen? Was erwartet uns? Wie ist das Essen? Wie die Unterbringung? 
19.00 Uhr: Gemeinsames, sehr einfaches Abendessen, auf der Fähre. Preise für Getränke und Essen überraschend günstig. 
Gemütliches Ausklingen am Oberdeck bei herrlichem Wetter und romantischem Abendrot.

Donnerstag, 14.07.2005 - Der zweite Tag 

08.00 Uhr: Wecken durch Borddurchsage "Willkommen zum Frühstück". Einfaches Frühstück mit angemessener Auswahl, für jeden Geschmack ist was dabei.Allgemeiner Zeitvertreib während der Überfahrt, zum Teil wird Schlaf nachgeholt oder Sonnentanken auf dem Oberdeck. Schiffspersonal sehr freundlich und hilfsbereit. 
13.45 Uhr: Die Spannung steigt, wir laufen in die Hafeneinfahrt von Klaipeda ein, beeindruckende Sicht auf Industrie und sichtlichaufstrebendem Wirtschaftsleben. Ab jetzt haben wir eine Stunde vor unserer deutschen Zeitrechnung! 
15.30 Uhr: Die Fähre legt an, langsam aber sicher. Schnell noch letzte Vorbereitungen wie Zimmerschlüssel weg bringen usw. Ist nichts vergessen? 
16.15 Uhr: Beim Ausgang am Hafengelände erwartet uns eine streng schauende Beamtin, allgemein mulmiges Gefühl. Strenger prüfender Blick auf unsere Gesichter und in die Ausweise, Kontrolle der Fahrzeugpapiere und Nummernschilder. Die Beamtin nimmt Ausweis und Fahrzeugpapiere mit....Immer noch streng schauen kommt Sie zurück, händigt die Papiere aus und sagt "Gute Fahrt"....Verwunderung.... war das alles? Zu unserer angenehmen Überraschung verlief der Grenzgang völlig problemlos. Nach kurzer Orientierungsphase finden wir den Weg zur Autobahn. Die Straßenverhältnisse sind "einmalig": Spurrillen, schlechter Belag, Bushaltestellen und Fußgänger auf der Autobahn. Es ist Vorsicht geboten! 
18.30 Uhr: Tank- und Trinkstopp auf der Autobahn bei Kaunas. Die letzten heimatlichen Vorräte werden aufgebraucht. Es liegen noch ca. 180 Kilometer vor uns und wir werden um neun erwartet. (Ist nicht mehr zu schaffen) Die Nebenstraßen sind noch schlechter! Wir fahren zwar durch eine wunderschöne Landschaft Litauens, jedoch mit viel Gepolter. Je weiter wir uns von den größeren Städten entfernen, desto ärmlicher wird die Umgebung. Pferdewagen und Ur-Alt-Traktoren gehören zum Normalen. 
21.50 Uhr: Ankunft am Kinderheim. Kein LKW mit unserer Ladung zu sehen! Nach herzlicher Begrüßung erfahren wir, dass 20 Helfer in 3 Stunden den gesamten LKW entladen haben . Stolz werden uns die Ofenteile und Material, im ganzen Haus verteilt, gezeigt. Die schwersten Teile sind zwischen Flur und Zimmer verteilt. Die Ofenbauer sichten die Lage und kontrollieren schon Statik und Bausubstanz. Sofort wird diskutiert, wie man morgen am besten beginnen kann. Deutsche Organisation und Tatendrang sind sehr deutlich zu spüren.Einfaches, aber feines Abendessen wird uns gereicht, bei dem die bevorstehenden Tage Thema Nr. 1 sind. Die Zimmer sind klein, sehr heiss und stickig, aber sauber. Bei lauen Temperaturen lassen wir den Abend vor der Türe ausklingen. Die Heimbewohner sind zum größten Teil auf Sommerlager, um uns so Ihre Zimmer als Quartier zur Verfügung zu stellen. Von den noch Anwesenden werden wir freundlich aber kritisch beobachtet. Im gesamten Gebäude befindet sich nur eine Toilette und ein Zimmer, das als Dusche verwendet wird. Alt, aber es sieht sauber aus.

Freitag, 15.07.2005 - Der dritte Tag 

07.00 Uhr: Aufstehen und ab in die Schlange der "Duschsteher". Das Warten wird genutzt, die unmittelbare Umgebung anzuschauen. Die herrliche Landschaft beeindruckt, die umliegenden Häuser sind jedoch sehr alt und ärmlich. 
8.00 Uhr: Erster Arbeitsbeginn. Nach kurzer Einteilung wird angefangen. Steine schleppen, Wand einzeichnen, Gerhard und Alois sind für den Abriss zuständig, Rudolf für Zugänge und Abgänge der Wasserleitungen, Frank für Material- und Werkzeugbereitstellung, Walter für Kaminausgang. Die ersten Schwierigkeiten tauchen auf, als die vermeindliche Außenholzwand plötzlich mit zwei Eisenträger bestückt ist. Und was nun? ..hier soll das Kamin durch. Gerhard und Alois nehmen sich der Herausforderung an. Aus den Kombis werden plötzlich Motorsäge und Eisensebelsäge hervorgezaubert, um dem Eisen zu Leibe zu rücken. Der anwesende Hausmeister schaut kritisch, was mit der Wand geschieht. Ist jedoch sehr hilfsbereit bei der Schärfung der Motorsägenkette, da diese von Gerhard zu nahe ans Eisen geführt wurde. Nach 5-sündiger Verzögerung und schweisstreibenden Aktionen kann das Loch fachmännisch zugemauert werden. Frank und Rudolf kümmern sich parallel um die Gewichtsprobleme der Decke... Kellerdecke hält nicht unbedingt die geschätzten 2,5 Tonnen Gewicht... Fundamentplatten wurden organisiert und eingepasst. Der Grundofen wächst kontinuierlich und nimmt Formen an. Frank, Walter und Rudolf arbeiten parallel von beiden Seiten. Spruch des Tages: Probleme sind nur ungelöste Aufgaben. Probleme beim Internetzugang zeigen uns, dass die Globaliesierung und unser gewohnter Standard in anderen EU-Ländern (und insbesondere hier) nicht vorausgesetzt werden können. Die Stimmung bleibt aber den ganzen Tag über gelöst und humorvoll. Die Arbeit geht ruhig und zügig voran.( Fünf Meister auf einer Baustelle und kein AZUBI oder Geselle zum holen und bringen schicken, da....) 
13.20 Uhr: Mittagessen wurde auf 13.00 Uhr bestellt, pünktlich wurde zum Essen gerufen, die Arbeit war jedoch nicht zum gleich aufhören, so standen die Teller mit Suppe und Hauptgang solange herrenlos auf dem Tisch... auch ein kaltes Essen schmeckt, wenn der Hunger groß genug ist. 
16.00 Uhr: Alois und unser Übersetzer Rolandas gehen für Besorgungen nach Ignalina (die nächste größere Stadt mit ca. 3.500 EW), um einzukaufen und Geld zu wechseln (Euro in Litas) 
17.00 Uhr: Kaffepause. Die restlichen kleineren Kinder erfreuen sich sichtlich an den kleinen Fahrrädern, dem grünen Bobycar und dem gelben Dreirad. Es ist schön ,den Kindern die Freude im Gesicht anzusehen, wenn auch eine Verständigung noch nicht möglich ist. 
20.00 Uhr: Pünktliches Abendessen, heftige Diskussion, wie morgen der Außenkamin aufgestellt werden kann. (Kamin muß mind. 30 cm vom Haus weg aufgestellt werden bei einer Höhe von ca 10 Meter). Die Frage stellt sich, wie das Fundament improvisiert wird...?? Fragen über Fragen, die den Abend bei einem Fußmarsch durch das Dorf ausklingen lassen.

Samstag, 16.7.2005 - Der vierte Tag

08.00 Uhr: Gemeinsames Frühstück. Arbeitsbeginn: Frank, Rudolf und Gerhard arbeiten am Ofen, Alois und Walter beginnen mit den Vorbereitungen am Außenkamin. 
Die Arbeiten am Kachelofen werden ohne besondere Schwierigkeiten fortgesetzt, wie zu Beginn arbeitet Rudolf an der Feuerseite, Frank am Hauptteil und Gerhard vollendet die mit Wasser beheizte Sitzbank und Rückenlehne. Die Arbeit am Fundament für den Kamin wird mangels anderen Steinen mit teuren Schamottesteinenerledigt. 
13.00 Uhr: Mittagessen und Lagebesprechung wegen den Kaminarbeiten. Aufgrund der hohen Temperaturen (über 30 Grad) wird entschieden, sich nicht der prallen Sonne auszusetzen und noch etwas zu warten. Die Wartezeit wird genutzt, um den Ofenbauern zur Hand zu gehen. Die Aufbauzeitgeschwindigkeit erhöht sich beeindruckend, einer mauert nur und gibt Maße durch, die für einen Laien unverständlich sind. Walter sieht man nur zwischen Nassmaschine (Steinsägemaschine) und Frank hin und her flitzend und Schamottesteine in den verschiedensten Größen bringend. Zwischen den Arbeiten ist ein reger Austausch der Fachmänner, es ist eine Freude zu sehen, dass es trotz gleichartiger Betriebe einen offener Austausch der verwendeten Materialen und Erfahrungen geben kann. Meine Fragen als Laie werden verständlich und geduldig beantwortet... wie entsteht die Wärme? Wie zieht der Rauch durch den Ofen?... Woher weiß der Ofen, wann er wie viel Luft braucht? Fragen, die einfach entstehen, wenn man das Innenleben eines soliden Kachelofens sieht. 
16.00 Uhr: Walter und Alois setzten die Arbeiten am Außenkamin fort. Eine große Leiter muss mit Zeichensprache vom Hausmeister organisiert werden. Nach kurzem Messen und Probieren werden die ersten Kaminrohre zusammengesteckt. Fußteil mit Reinigungsklappe und erstes Meterstück, zweites Meterstück und Raucheingangsstück und schon die erste Schwierigkeit...Gerhards Loch ist 2 cm zu hoch und ein Meterstück muss um das gekürzt werden.Die folgenden Rohre bis zum Dachrand laufen problemlos, jedoch immer mit der Frage, wie kommen wir mindestens einen Meter über Dachkante? Rudolf ist mit seinen Arbeiten fertig und stößt zu den Kaminbauern helfend hinzu. Als Segler fertigt er für Alois ein Haltegurt und dann geht?s in die oberen Stockwerke, um aus einer Dachgaube das Dach zu erobern (glattes Blechdach ohne Haltepunkte). Alois steht schon fast auf dem Dach, als die Entscheidung fällt, es ist zu riskant.. Die etwas in die Jahre gekommene Leiter wird auf das Maximale ausgefahren und als erster probiert Rudolf das Endstück aufzusetzten... oben angekommen... NEIN, ich schaff das nicht, ist mir zu hoch... unter lustigen Kommentaren fasst sich Walter ein Herz und probiert das waghalsige Spiel. Nach vorsichtigen Versuchen und helfenden Sprüchen von Alois wird es dann doch endlich geschafft. 
20.00 Uhr: Abendessen mit dem Entschluss, dass man sich heute Ausgang verdient hat. Wir fahren gemeinsam in das 10 Kilometer entfernte Ignalina, um eine Kneipe oder ähnliches zu suchen. Nach einer Stunde Irrfahrt ist diese auch gefunden und wir genießen das verdiente gut schmeckende Litauer-Bier.

Feuertaufe

Nach zehn Tagen harter Arbeit ist das Werk vollbracht und der Ofen wird feierlich eingeweiht.
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Weißrussland - Kinderheim in Iwenjetzk

2004 - Wärme für Iwenjetzk

Projekt: Kinderheim Ivenjetzk, Nähe Minsk/ Weißrussland
Heim für körperlich behinderte Kinder, zur Zeit sind 98 Kinder im Heim, 43 davon sind Vollwaisen. Die Kinder kommen aus allen Regionen Weißrusslands und sind zwischen 5 und 18 Jahre alt. Anmerkung: Kinder ab dem 18. Lebensjahr, die auf dem Arbeitsmarkt nicht beschäftigt werden können, werden im Altenheim! untergebracht. Ursachen der Behinderungen: im Wesentlichen: Alkohol und Medikamentenmissbrauch der Eltern; Folgen des Tschernobyl-Unglückes. Angeschlossen ist eine 11-stufige Mittelschule.

Hintergrund: Durch das veraltete Heizsystems sowie die schlechte Bauweise der Gebäude können viele Teile des Kinderheimes nur unzureichend beheizt werden. Vor allem im medizinischen Bereich, in dem die Kinder therapiert werden, ist eine Therapie im Winter kaum möglich, da zum Teil nur Temperaturen von 10 bis 12°C erreicht werden.

Die durchgeführten Arbeiten: In dem Hauptgebäude für therapeutische Anwendungen wurde ein Kachelofen installiert, der 40% seiner Wärme als Strahlungswärme an die Umgebung und 60% über innenliegende Wassertaschen an ein Heizsystem abgibt. In einem großvolumigen Speichersystem wird das im Kachelofen erwärmte Wasser zwischengespeichert, bevor es kontinuierlich die Wärme an die ebenfalls neu installierten Heizkörper der Therapieräume abgibt. Neben der Wärmeerzeugung (Kachelofen), der Wärmespeicherung, Wärmeverteilung mit Umwälzpumpe und den Heizkörpern wurde auch ein neuer Edelstahlschornstein erstellt.

Aktionen: Kinder malen für Kinder: In den Kachelofen im Kinderheim Iwenjetzk wurden Kacheln eingebaut, die während einer Benefizveranstaltung am 25. September in München/ Haar (im 3er-Haus) von Kindern umliegender Schulen bemalt wurden. Die Kinder im Heim in Ivenjetzk wiederum haben Bilder gezeichnet, die jetzt zusammen mit einem Bild des fertigen Kachelofens (einschließlich der bemalten Kacheln) als Dankeschön an die Kinder in den deutschen Schulen geschickt werden.

Anmerkung: Das Heizsystem wurde bereits so vorbereitet, daß in einem weiteren Schritt Sonnenkollektoren eingebunden sowie eine Warmwasserbereitung installiert werden kann.

Die nachstehend genannten Firmen haben das Projekt in Weißrussland realisiert:
Vereinigte Ofen- und Kaminwerkstätten AG
Ofenbau und Kaminsanierungen Ludwig Huber GmbH
Heizung + Sanitär: Fa. Fellner GmbH

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Litauen - Heim für Blinde und Sehschwache

2004 - Wärme für Ignalina

Das Tageszentrum für Blinde und Sehschwache im litauischen Ignalina musste bis zur Umsetzung des Projektes im Winter geschlossen bleiben, da keine Heizung vorhanden war. Die zu beheizende Fläche beträgt 135 m².
6 thüringer Ofenbauer namen sich der ergeizigen Aufgabe an und installierten einen wasserführenden Kachelofen samt Pufferspeicher und Heizkörpern. Das Projekt stand unter Schirmherrschaft der ehemaligen Bundesfamilienmisterin und EU-Ratspräsidentin Claudia Nolte. 
 
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Litauen - Kinderheim in Mosedis

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Bulgarien - Kinderheim in Sofia

2001 - Wärme für Bulgarien

Aufgrund der  Vermittlung durch die Global Cooperation GmbH schenkten die „Roten Hähne“ einem Kinderheim der Pokrov Foundation in Sofia ein ganz besonderes Heizsystem. Es trägt den Namen „Heiz-Wasser-Marsch“, basiert auf Holzfeuerung und ist damit ideal geeignet, Häuser zu versorgen, die auf der Grundlage nachwachsender Rohstoffe ökologisch und ökonomisch sinnvoll beheizt werden sollen.

 

Dieser Ofen wurde 2001 mit dem Bundespreis für hervorragende innovative Leistungen im Handwerk ausgezeichnet. Entwickelt wurde "Heiz-Wasser-Marsch" von den Initiatoren der Aktion „Wärme für Kinder“: der  Riederinger Hafnerei in Rosenheim und der Firma Brunner aus dem niederbayerischen Eggenfelden. Das Kraftpaket wird nur mit trockenen Holzscheiten befeuert. Damit versorgt es stromlos und ohne weitere Zusatzenergie das ganze Kinderheim mit Energie für den kompletten Heiz- und Warmwasserbedarf. Die Heizungs- und Brauch-Wasseranlage "Heiz-Wasser-Marsch" hat sich solide in jeder Witterungslage bewährt.

 

Damit der Aufbau des Ofens im Kinderheim von Sofia gut und schnell gelingt, fuhr der Geschäftsführer der Riederinger Hafnerei, Franz Lindauer, selbst nach Bulgarien. Der Initiator des Projektes hatte sich zum Ziel gesetzt, dass der Ofen noch im September 2001 in Betrieb genommen werden kann. Der Winter kann kommen. Die Kinder im Heim werden die wohlige Wärme eines modernen Kachelofens genießen.

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